Der historische Canal du Centre

Entdecken Sie die hydraulischen Hebewerke des Canal du Centre, einzigartige Überbleibsel des industriellen Erbes der Region Centre, die unter dem Schutz der UNESCO stehen.

Die Kreuzfahrt auf dem historischen Canal du Centre

Es finden täglich zwei Kreuzfahrten auf dem Canal du Centre statt, mit Abfahrt vom elektromechanischen Hebewerk von Strépy-Thieu zum Maschinenhaus der hydraulischen Hebewerke 2 und 3 in Strépy-Bracquegnies über die erste automatische Schleuse Walloniens und unter Passierung des hydraulischen Hebewerks Nr. 4 in Thieu.

Der Verlauf des Kanals hat das Leben in den Dörfern, die er durchquert, völlig verändert, indem er sie zuweilen in zwei Hälften geteilt hat. Ein noch atemberaubenderes Erlebnis wird geboten, wenn man an Bord eines Lastkahns der Voies d’Eau du Hainaut den historischen Canal du Centre entlang fährt.

Der Ausflug bietet die Gelegenheit, an Bord eines Schiffes die Durchquerung eines hydraulischen Hebewerks, der automatischen Schleuse von Thieu und die Passage beweglicher Brücken zu erleben.

Ein außergewöhnliches Flusserbe

Als außergewöhnliche Kunstbauten weltweit anerkannt, wurden sie 1998 von der UNESCO zum Welterbe der Menschheit erklärt.

Mit dem Ausbau der vorwiegend im Zusammenhang mit der Kohle stehenden Industrieaktivitäten in der Region kam natürlich das Problem des Transports der Güter auf. Zwischen dem Canal Charleroi - Brüssel und dem von Mons nach Condé waren die Gefälle zu groß für eine effektive Installation von Schleusen.

Die vier hydraulischen Schiffshebewerke, die in einem kurzen Abschnitt des historischen Canal du Centre zusammengefasst sind, stellen Industriedenkmäler höchster Güte dar. Mit dem Kanal selbst und seinen zugehörigen baulichen Strukturen sind sie ein bemerkenswert gut erhaltenes und vollständiges Beispiel einer Industrielandschaft vom Ende des 19. Jahrhunderts.

Die zwischen 1888 und 1917 errichteten Bauwerke ermöglichen die Überwindung eines Gesamtgefälles von 66 Metern auf dem Canal du Centre unter Nutzung einer einzigen Energiequelle: Wasser!

Von den acht in diesem Zeitraum und zu Beginn des 20. Jahrhunderts gebauten hydraulischen Schiffshebewerken sind die vier Hebewerke des Canal du Centre die einzigen weltweit, die in ihrem ursprünglichen Betriebszustand bis heute erhalten geblieben sind.

Ein Spaziergang am Ufer des Canal du Centre

Im Jahr 2002 wurde mit der Inbetriebnahme des elektromechanischen Hebewerks von Strépy-Thieu der Güterverkehr auf den neuen, für 1350 Tonnen-Lastkähne ausgebauten Kanal verlagert. Die hydraulischen Hebewerke dienen heute nur noch der Ausflugsschifffahrt… zur großen Freude der Touristen und Freizeitsegler!

Diese glorreiche industrielle Vergangenheit hat auch Leinpfade (auch: Treidelpfade), grüne Wege in der Stadt sowie wahre Oasen der Ruhe hinterlassen. Eine Naturlandschaft, die zu ausgiebigen Spaziergängen oder Fahrradtouren einlädt.

Das Maschinenhaus für das Hebewerk Nr. 3

Neben den Hebewerken an sich, Metallzacken-Wasserjungfern gleich, welche die Liebhaber industrieller Ästhetik begeistern werden, lohnt das Maschinenhaus des Hebewerks Nr. 3 – das die Hebewerke 2 und 3 versorgt – auch einen Abstecher. Das gemauerte, einer Burg ähnelnde Bauwerk beherbergt raffinierte Mechanismen, die den Betrieb der Hebewerke ohne eine andere Energiezufuhr als mit Wasser ermöglichen: ein sehr umweltfreundliches System, das bei der Audioführung erklärt wird!

Am Empfang des touristischen Gebäudes bietet eine Fahrradverleihstelle begeisterten Besuchern die Möglichkeit, sicher die Leinpfade entlangzufahren und so die verschiedenen Flussbauwerke nach eigenem Belieben zu entdecken.

Dem Wasserlauf folgend gibt es nicht weniger als ein Dutzend Brücken, darunter einige Ziehbrücken und eine Drehbrücke zu entdecken.

Der Canal du Centre und die italienische Einwanderung

Schließlich bietet sich – um eine Brücke vom Kanal zu den Industrieaktivitäten der Region zu schlagen – ein Zwischenstopp in der Cantine des Italiens an. Der Steinkohleabbau und die Schwerindustrie hattenBedarf an einer großen Zahl von Arbeitskräften, was Belgien dazu bewog, im internationalen Maßstab Arbeiter anzuwerben. So markiert die Cantine des Italiens einen wichtigen Ort in der Geschichte der Einwanderung von Italienern nach Belgien. 1946 wurde sie von den Boël-Werken für deren Arbeiter errichtet, später wurden ihre Gebäude restauriert und in ein Café/Restaurant und ein Museum verwandelt. Im Mai 2001 nahm die VoG Voies d'eau du Hainaut die Bewirtschaftung der Stätte wieder auf und richtete darin ein richtiges Informationszentrum für Einwanderung ein.

Ob allein, mit der Familie, mit Freunden oder in der Gruppe, die VoG Voies d'Eau du Hainaut bietet Ihnen vielfältige Möglichkeiten, die schiefe Ebene von Ronquières zu bestaunen.

Aktivitäten und Entdeckungen

Richtung

Boote Abfahrt

rue R. Cordier 50 - 7070 THIEU

Mit dem Wagen
Rue Raymond Cordier, 50 - 7070 Thieu (GPS: Le Roeulx 7070 )

Autobahn E19/E42 Ausfahrt 21
Richtung Strépy-Thieu

Mit dem Bus
Bus LinieTEC: Bus 30-Bushaltestelle: Strépy-Thieu ascenseur

Mit dem Zug
- Station von Thieu: 20 Min. zu Fuß oder Bus 30, Richtung Anderlues - La Louvière - Strépy-Thieu bis zum Haltestelle Stréy-Thieu ascenseur (10 Min.)
- Station vonGare de Bracquegnies : bus 30 en direction de Anderlues - La Louvière - Strépy-Thieu jusqu'à l'arrêt Strépy-Thieu ascenseur (trajet de 15min.)
- Station von La Louvière-Centre: Bus 30, Richtung Anderlues - La Louvière - Strépy-Thieu bis zum Haltestelle Strépy-Thieu ascenseur (30 Min.)
- Station von La Louvière-Sud: Bus 30, Richtung Anderlues - La Louvière - Strépy-Thieu bis zum Haltestelle Strépy-Thieu ascenseur (40 Min.)

Anschrift

Croisières: rue R. Cordier 50, Thieu - Cantine des Italiens, 90 rue Tout-y-Faut, 7110 Houdeng-Goegnies

La Louvière

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